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Fessenheim

Basler Zeitung am 6. Februar 2004:

"Das AKW Fessenheim gefährdet Basel nicht". Josef Sanchez, der Direktor des Kernkraftwerks Fessenheim, "hält den Reaktor für sehr sicher" - Interview Peter Schenk

Darauf schrieb ich gleichentags der Redaktion BaZ:

Zum Notkühlsystem sagte Direktor Sanchez, es gehe um eine "hypothetische Krisensituation". Was heisst das? Ein GAU (ein "Grösster Anzunehmender Unfall") mag passieren, ein Unfall, den die Betreiber so weit bewältigen können, dass keine nennenswerte Radioaktivität in die Umgebung entweicht. (= Definition des GAU)

Etwas ganz anderes ist ein hypothetischer Unfall. Für den ist die Anlage nicht "ausgelegt". Er ist das Restrisiko, der Ereignisablauf, an den niemand im voraus gedacht hat - zum Beispiel in Tschernobyl 1986, Windscale 1957, Khystym im Ural in den 1950er Jahren , und andere.

Die Bevölkerung von Basel sei in keinem Fall einer Gefahr ausgesetzt, die Schutzmassnahmen erfordern würde, behauptet Sanchez. Wer mit dem Schiff rheinab fährt, dicht am AKW Fessenheim vorbei, ihr fallen die zwei hellen grossen Fassaden gegen Osten auf, die Wände der Brennelement-Lagergebäude. Könnten sie einladen zu einem gezielten Schuss? Könnte dann das Notkühlsystem schnelle Überhitzungs-Abläufe in den Lagern auffangen? Diese Kammern liegen ausserhalb der Schutzhülle um den Reaktorkern (ausserhalb des Containments).

Konradin Kreuzer, Flüh

Die Basler Zeitung hat diesen Leserbrief nicht gedruckt!

Die Gefährdung Basels durch das AKW Fessenheim ist erneut aktuell und brisant. Sogar die Regierung von Basel-Stadt hat ihre Besornis mitgeteilt.

aktualisiert am 28. Oktober 2004