| Eine gesamteidgenössische Regelung
der Kochsalzfluoridierung ist in Vorbereitung. Die Fluoridkonzentration
soll gegenüber dem in den Kantonen bisher üblichen Mass
auf das Dreifache erhöht werden. Das Salzregal soll zu diesem
Zweck geändert werden.
Forum für verantwortbare Anwendung der Wissenschaft
Basel, 6. Mai 1976
An die Mitglieder der Bundesversammlung,
3003 Bern
Sehr geehrte Damen und Herren Räte,
Die mathematisch-statistische Ueberprüfung der Fluorprophylaxe
der Zahnkaries hat - weltweit ebenso wie in der Schweiz - ergeben,
dass die prophylaktische Wirksamkeit von Fluoriden nicht erwiesen
ist. Sie hat ebenso deutlich gezeigt, dass auch die angebliche Unschädlichkeit
der in „prophylaktischen Dosen“ verabreichten Fluoride
nicht feststeht. Das Gesundheitsamt Basel-Stadt hat auf Grund eingehender
Literaturstudien im Zusammenhang mit der Basler Trinkwasserfluoridierung
dem Basler Regierungsrat dieses doppelt negative Ergebnis mitteilen
müssen.
Fluoride sind als Enzymgifte, die in verschiedenartige Stoffwechselvorgänge
hemmend eingreifen (schon in Konzentrationen, wie sie durch die von
den Zahnärzten empfohlenen Dosierungen erreicht werden) für
eine kollektive Verabreichung an die Bevölkerung ungeeignet.
Sie sind aus biochemischer, physiologischer und pharmakologischer
Sicht zu diesem Zweck problematisch. Dabei ist es unwesentlich, ob
der Träger des Massenmedikaments Trinkwasser, Tablette, Kochsalz
oder Schulmilch heisst.
Eine gesamteidgenössische Regelung der Kochsalzfluoridierung
ist in Vorbereitung. Die Fluoridkonzentration soll gegenüber
dem in den Kantonen bisher üblichen Mass auf das Dreifache erhöht
werden. Das Salzregal soll zu diesem Zweck geändert werden. Wir
empfehlen Ihnen, ehe Sie derartigen Neuerungen Ihre Zustimmung erteilen,
unsere beiliegende Kritik am „wissenschaftlichen Fundament“
der Trinkwasserfluoridierung in Basel aufmerksam zu studieren.
Mit freundlichen Grüssen,
Forum für verantwortbare Anwendung der Wissenschaft
Der Präsident: Dr. E. A. Fellmann
Der Sekretär: Konradin Kreuzer, Ing. Chem. ETH
Beilage: Kritik an der TWF Basel
(Auf Wunsch stellen wir detaillierte Unterlagen zur Verfügung.)
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[Solche Unterlagen sind nicht verlangt worden, das Echo der Räte
blieb aus! Der Fluoridzusatz ist auf 250 mg Fluor pro kg Kochsalz
erhöht worden. KK ]
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