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Adolf und Paulette ROOS im Goms

ab 1930  (aktualisiert: 12. Juli 2005)

Adolf ROOS schreibt im 2. Kapitel seines Buchs KULTURZERFALL UND ZAHNVERDERBNIS (1962) über

DAS UNTERSUCHUNGSERGEBNIS UND SEINE DEUTUNG

Der Leser hat sich bis jetzt genügend vertraut machen können mit dem Ergebnis unserer Feldforschung. Der erhobene Befund über die Kariesverhältnisse ist in unserem Hochtal ein katastrophaler. Innert 25 Jahren ist das um 1930 noch relativ gute, bis sehr gute Zahnmaterial vollständig zusammengebrochen. Hatten wir noch 1930 u.a. 25 % kariesfreie Gebisse festgestellt, so waren es [1955] ... deren nur noch 2,3 %.


Karies im Goms Abb. 83  Tabelle der kariesfreien Gebisse
 
1930:  196 oder 24,7 %  =  bei total 795 Schulkindern
1955:  17 oder 2,3 %  =  bei total 742 Schulkindern

Im 10.Kapitel über
DER RAFFINADEZUCKER UND SEINE BEDEUTUNG IN DER GEGENWART

In welcher Weise sich hier oben der Zucker entwickelt hat, mögen zwei Beispiele beleuchten.

Noch leben im Tale die Nachkommen jenes allerersten Krämers Lorenz Rovina (..), der vor nahezu 100 Jahren talauf talab mit seiner 'Tschiffere' wanderte und u.a. auch Zucker auf seiner kleinen 'Apotheker-Waage' unzenweise an die Hausfrauen verkaufte. Und das andere Beispiel: Im Jahre 1956 wurden im einzigen Magazin einer dortigen Ortschaft nach den authentischen Angaben des Inhabers an Zucker allein 11 980 kg, also 12 t, verkauft. Dies trifft auf den Kopf der 300 Einwohner 40 kg (!).
 . . . .    . . .

Haben wir in einem andern Abschnitt durchschnittlich 40 kg pro Kopf und Jahr errechnet, so ist in dieser Menge der Zucker in Form von Biskuits, Schokolade und Konfiseriewaren nicht eingerechnet. Ebenso fehlen die grossen Mengen gekaufter Konfitüren, die besonders für die Kinder in Rechnung zu stellen sind.  Alles in allem erhöht sich somit die Zuckerquote um ein Beträchtliches.