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zum GSK-Bericht vom 26.Feb.2003 an den Grossen Rat

4. April 2003 (aktualisiert am 25. Februar 2005)

Forum für verantwortbare Anwendung der Wissenschaft gegründet 1973
Telefon 061 731 2272 konradin.kreuzer@nux.ch 4112-Flüh, 4. April 2003

Anmerkungen zum Bericht der Gesundheits- und Sozial-Kommission GSK vom 26. Februar 2003 an den Grossen Rat über den Anzug Brigger von 1997 zur Trinkwasserfluoridierung    von Konradin Kreuzer

ad 1)
Im Anzug Brigger vom 12. Juni 1997 heisst es u.a.
„Die Gegenseite bringt sogar hervor, dass die Fluoridierung gesundheitsschädigend ist.“
Die „Gegenseite“ hat für gesundheitsschädigende Auswirkungen eine Fülle von Argumenten und Beweisen, die die Kommission nicht interessiert haben.
„Nur aufgrund einer unabhängigen Untersuchung ist es möglich, einen Entscheid für oder gegen die Fluoridierung zu treffen. . . . Zu diesem Zweck sind die nötigen Untersuchungen z. B. in Form von Hearings mit Fachleuten durchzuführen.“
Nie hat in der Basler Verwaltung eine unabhängige Untersuchung stattgefunden, mit einer gewichtigen Ausnahme: Das Gesundheitsamt hatte im Auftrag des Regierungsrates 1974 als Ergebnis einer Fachliteratur-Sichtung berichtet, es sei kein Beweis für eine prophylaktische Wirkung der TWF noch für deren Unschädlichkeit zu erbringen. Dieser Bericht ist zuhanden des Grossen Rates inhaltlich in sein eigentliches Gegenteil umgemodelt worden (No 3745/1975).

Die GSK regte in îhrem Bericht vom 3. Februar 1999 an, „Vergleichsuntersuchungen über die Wirksamkeit der Basler Kariesprophylaxe mit vergleichbaren Gebieten ohne TWF durchzuführen.“
Es ist uns unerfindlich, wie man auf die Idee kommen kann, die TWF Basel mit einer vergleichbaren Region mit Basisfluoridierung prüfen zu wollen.
Vergleiche von Gegenden mit und ohne TWF sind längst vorhanden, der meines Wpssems schönste ist der Vergleich von Basel (mit TWF) mit der etwa gleich grossen Stadt Graz (seit Jahren ohne kollektive Fluoridierung). Die beiden Verlaufskurven sind fast deckungsgleich, was besagt, dass eine Fluoridierung auf die Häufigkeit von kariösen Zahnschäden keinen Einfluss hat.
Der Makel dieses Vergleichs liegt darin, dass er von Rudolf Ziegelbecker gezeigt wird, dem wohl bestgehassten Kritiker in Europa, der im GSK-Bericht mit keinem Wort namentlich genannt wird, obwohl er mit mir eingeladen war zu einem der geforderten Hearings, das aber im GSK-Bericht verschwiegen wird. Der Kommissionspräsident vermerkt nur, er habe mit mir, KK, „Kontakt aufgenommen“.

Am Ende des Berichts ist ein 3-seitiger Text von Rudolf Ziegelbecker vom Juni 1998 ohne Kommentar angehängt. Wir hatten der Kommission sehr umfangreiche Dokumentation, auch ganz neuen Datums unterbreitet, teils am Hearing vom 23. September 1998 zur (auch dort ganz einseitigen) „Diskussion“ gestellt. Es ist ein Affront und peinliche Ungehörigkeit, wenn wir in GSK 5.2. als „Die Gegner“ abgefertigt werden, ohne Namen- oder Quellennennung, und ohne ein einziges Wort zur Sache der Beiträge..

ad 2.1
„Rechtlich ist die TWF im Kanton Basel-Stadt ausreichend abgestützt.“
In seinem Gutachten von 1976 zuhanden des Regieirungsrates stellt Dr. iur. Martin SCHUBARTH fest, der TWF fehle in beiden Kantonen, BS und BL, die rechtliche Grundlage. Das Gutachten ist damals stillschweigend verschwunden, es sei heute „nicht öffentlich“, antwortet die Staatskanzlei auf meine kürzliche Rückfrage. Niemand hat offiziell zum Gutachten je Stellung genommen.

ad 3.
Seltsam, dass „Basisfluoridierung“ genannt wird, wenn oral verabreicht wird, „Individualfluoridierung“ die Anwendung über Zahnpasta, Zahnspüllösung oder Zahngelèe bezeichnet. Auf welche Seite gehört die Tablettenfluoridierung? Die „flächendeckende Fluoridierung über das Sack- oder Bäckersalz“ und das Salz der Nahrungsmittelindustrie ist eine skandalöse Zwangsmassnahme, praktisch ebenso unausweichlich wie die TWF.

ad 4.
Auf die Vergleichsuntersuchung TWF zu Basisfluoridierung haben wir unter 1. geantwortet.

„ . . neben der Basisfluoridierung . . sind das u.a. die Art und Menge des Zuckerkonsums, die Ernährung allgemein, die Zahn- und Mundhygiene, regelmässige Zahnarztkontrollen sowie Aufklärungskampagnen der Schulzahnpflege.“ - Es ist charakteristisch für die Fluor-Dogmatiker, dass die Hauptfaktoren „neben“ die Fluorphorie gesetzt werden. Für sie sind sie nebensächliches Beiwerk.

„Schweizer Kinder, die seit ihrer Geburt oder seit ihrem ersten Lebensjahr fluoridiertes Trinkwasser zu sich nehmen, weisen keinen besseren Kariesindex auf als die Schweizer Kinder, die erst später in den Einflussbereich der TWF kommen.“
Der zwingende Schluss daraus wäre doch, dass die TWF prophylaktisch nicht wirkt!

ad 5.
Hier wird vom Direktor der öffentlichen Zahnkliniken, Dr. WIEHL eine sehr gefährliche „semikollektive“ Massnahme gefordert, „ .. um aber den Qualitätsstandard der Zahnprophylaxe halten zu können“,
entweder „jährlich sechsmalige Ausgabe von Fluor-Spüllösungen an Schulkinder“,  oder „ein sechsmaliges Einbürsten von Fluor-Gelée“.
nach dem verdrehten Motto und Werbeslogan: „Fluor härtet den Zahn“.
Prof. Dr. H. R. MÜHLEMANN, der Lehrer u.a. von Thomas MARTHALER, hatte (SMfZ 77, 238, 1967) über „das physikalische, chemische und mikromorphologische Verhalten von Schmelz nach Behandlung mit anorganischen und Aminfluoriden“ geschrieben.

[ Zyma-Blaes AG München fasst die Befunde von MÜHLEMANN et al zusammen ]:  >>

„Fluoridierungslösungen, wie sie zur kariesprophylaktischen Lokalapplikation empfohlen werden, erweichen den Schmelz. Durch eine chemische Reaktion des Schmelzapatits mit diesen hochkonzentrierten Fluoridlösungen (10 000 bis 25 000 ppm F) wird die Schmelzoberfläche mikroskopisch angeätzt, entkalkt, erweicht …
Obwohl die Kariesprophylaxe mit jährlich ein- bis zweimal erfolgenden Lokalapplikationen von Fluoridierungslösungen klinisch wirksam ist, kann nicht übersehen werden, dass sie über den Weg einer destruktiven Erweichung der Schmelzoberfläche erkauft wird.“

Ich warne: Statt der ein- bis zweimaligen, statt der von WIEHL geforderten jährlich 6-maligen Spülung oder Bürstung werden in Basler Haushalten diese Mittel auf Etiketten und Packungsprospekten der Fabrikanten oft täglich, sogar drei mal täglich empfohlen. Damit ist auch orale Fluoridaufnahme unvermeidlich, insgesamt eine hoch-gefährliche, hochtoxische Aktion (Beispiele ACT, elmex, odol, etc).
Auf diese Art werden die Zähne zuerst zerstört, darauf soll mit dem gleichen Fluoridbrei ein angeblich widerstandsfähigerer Zahnschmelz aufgebaut werden. Das hat mit Prophylaxe nichts mehr zu tun, sondern wäre ein jämmerlicher quasi-therapeutischer Eingriff. Aus Unkenntnis, uninformiert, machen viele Eltern mit und lassen zu, dass die Zähne ihrer Kinder brutal denaturiert werden.

ad 5.2
Diese neun Zeilen zeigen unmissverständlich, dass die Kommission für kritische Argumente keine Spur Interesse zeigte und keines der ihnen vorgelegten Beweisstücke ernsthaft zur Kenntnis nehmen wollte. Es ist ein Unding, einen einzelnen Satz „der Gegner“ ohne Namen und Quelle herauszureissen.

Die GSK sei eine politische Kommission, keine Fachkommission, sagte mir ihr Präsident. Wozu ist sie gut, wenn sie sich für die gefährdete Gesundheit und für die mit der Fluoromanie verbundenen sozialen Eingriffe überhaupt nicht kümmert, sondern allein einen politisch bequemen Ausweg geht, um nicht „mit einem Sonderzüglein“ Anstoss zu erregen?

ad 7
Fluoridiertes Tafelsalz, Sack- und Bäckersalz sind eine eidgenössische und in vielen anderen Ländern verordnete Überschüttung der Menschen mit einem prophylaktisch unwirksamen Zell- und Enzymgift. Leider werden wir uns auch damit noch länger befassen müssen.

Dem Bericht ist der Grossratsbeschluss vom 9. April 1959 beigelegt, von dem die Auflage 3. nicht erfüllt ist:

Es ist nie eine wissenschaftliche Auswertung gemacht worden, die diesen Namen verdient. Alle seitherigen Vorgänge, „Erhebungen“ und Entschlüsse haben die kritischen Einwände billig abgetan oder von Anfang an unterdrückt. Das verhängnisvollste Beispiel ist der erschwindelte und im wesentlichen gefälschte Erfolgsbericht des damaligen Direktors der Schulzahnklinik, Dr. Max GUTHERZ, dessen Fehlstellungen nie überprüft, geschweige denn korrigiert wurden.
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