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Das ombud-Trauerspiel im Rat – in Neu-Auflage 2004

1994, 2004 ( aktualisiert: am 15. Oktober 2004)

bulletin titelDie Rats-Mehrheit lässt sich - wie einst - in ihrem Wirtschafswachstums-Streben - von Elefanten im Porzellanladen schnell umstimmen (1994 war es Nationalrätin Suzette SANDOZ*, jetzt ist es Nationalrätin Jasmin HUTTER). Eine so leicht knetbare Rats-Mehrheit lässt befürchten, dass sie auch gegen den Artenschwund nichts Wirksames beschliessen wird.

Ich hatte eine Ombud- oder Kontrollstelle im Bereich Wissenschaft und Technik vorgeschlagen. Nun wäre schon eine Ombudsstelle für die eidgenössische Verwaltung ein dringend notwendiges Instrument. Es könnte unter anderem gegen Pfusch und Schwindel in Chef-Expertenschaften wirken. In der nux-Nr. 89/1995 ist genauer beschrieben, was ich mit „Nur die besten Köpfe“ (zit. BONVIN) meinte.
     [ für WWW-nux in Vorbereitung; noch erhältlich als nux-Zeitschrift-Nr.89]

     [ apropos (auf Zoo-Deutsch heissen Elefantinnen Elefanten-Kühe]

Lesen Sie das traurige Kapitel von einer eidgenössischen Ombudsstelle im amtlichen Bulletin der Bundesversammlung in der Sommer-Session 2004:

ombud im Rat 2004
(pdf 33 kB)

Nationalrätin Vreni HUBMANN (S, ZH) in einer persönlichen Erklärung im Rat kurz vor der fatalen Abstimmung:

“ Die Behandlung des Geschäftes betreffend die Schaffung einer eidgenössischen Ombudsstelle durch die nach den letzten Wahlen neu zusammengesetzte SPK stellt einen absoluten Tiefpunkt unserer parlamentarischen Arbeit dar. Wenn ein neues Kommissionsmitglied zu einer sorgfältig vorbereiteten Gesetzesvorlage, hinter der alle Parteien standen, einen Ablehnungsantrag stellt; wenn sich in der Diskussion über den Antrag herausstellt, dass verschiedene Kommissionsmitglieder wenig bis gar keine Ahnung von der Tätigkeit eines Ombudsmannes haben; wenn die Kommission darauf hin einen Antrag ablehnt, das Geschäft zu verschieben und nochmals einen Ombudsmann einzuladen - nämlich Herrn Markus Kägi von der SVP, langjähriger Ombudsmann des Kantons Zürich - und sich nicht einmal gründlich informieren lassen will; wenn die Kommissionsmitglieder, die bei der ersten Beratung die Gesetzesvorlage unterstützt hatten, plötzlich dagegen stimmen - dann kann ich diese Kommission und ihre Arbeit nicht mehr ernst nehmen.
Das ist unseriös und unverantwortlich. Die Parteien aber, die immer wieder betonen, wie wichtig ihnen die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sind, werden damit vollends unglaubwürdig.“

Abstimmung – Vote
Für Folgegeben …. 65 Stimmen
Dagegen …. 88 Stimmen.

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Der Nationalrat hatte am 7. Oktober 1994 die Parlamentarische Inititiative (Borel François) Ombudsmann beraten:
„Auf dem Weg der parlamentarischen Initiative beantrage ich die Ausarbeitung eines Gesetzes über einen Bundesombudsmann (bzw. eine Bundesombudsstelle)."
von 28 Ratsmitgliedern mit-unterzeichnet, von NR Trix Heberlein vorgestellt.

Die Kommission beantragt mit 16 zu 1 Stimmen bei 4 Enthaltungen, der Initiative Folge zu geben.

Antrag Sandoz Der Initiative keine Folge geben.
Proposition Sandoz: Ne pas donner suite à l’initiative.
Développement par écrit:
1. Au moment où les finances fédérales sont dans un état catastrophiques, où le Conseil fédéral cherche à réorganiser l’administration afin de supporter de nombreux postes (voir la réorganisation due DMF), il est irresponsible de demander la création, par voie législative, d’un office, voir d’un poste qui causera une augmentation considérable du travail de l’administration.
2. Il est évident qu’il n’y a aucune similitude entre l’initiative parlamentaire Borel François et la motion du Conseil national du juin 1993 demandant la création d’un médiateur en matière de racisme; le médiateur selon l’initiative Borel François devrait intervenir dans les rapports entre l’administration et les administrés, alors que le médiateur en matière de racisme devrait intervenir dans le cadre des relations entre administrés seulement. C’est une toute autre mission. Il n’y a aucun rapport entre les deux médiateurs. La présente initiative ne concerne pas le médiateur en matière de racisme.

Abstimmung – Vote
Für den Antrag Sandoz (keine Folge geben) 85 Stimmen
Für den Antrag der Kommission (Folge geben) 65 Stimmen