| Rudolf Ziegelbecker
Kritik an Entscheidungsstrukturen im Gesundheitswesen. (Eine Diskussion
am Beispiel "Fluor-Prophylaxe")#
Soziale Medizin (SMZ) 16, Nr.12/89, 1989,
S. 16-23
# Die Schweiz. Zahnärztegesellschaft
(SSO) hat sich geweigert, an einer Diskussion mit Rudolf Ziegelbecker
teilzunehmen. Offenbar hat er etwas zu sagen, was ihr gar nicht paßt.
Hier seine Argumente: (Redaktion
SMZ)
1 . . . .
2 Das Problem der Fluor-Prophylaxe:
In diesem Abschnitt werden eine Reihe wichtiger authentischer Fluoridierungs-Experimente
und Studien und die Kritik daran besprochen. Zusammenfassend ergibt
sich aus den Analysen umfangreicher offizieller Daten, dass die Massenmedikation
mit Fluoriden einerseits gegen Zahnkaries wirkungslos ist, andererseits
aber bedenkliche und nicht zu übersehende toxische Nebenwirkungen
entfaltet.
Macht und Inkompetenz der "Kompetenten"
— Kritik am Entscheidungssystem:
Es ist bestürzend, wie es einer kleinen fanatisierten zahnärztlichen
Fluor-Lobby gelingen konnte, ohne fundierten wissenschaftlichen Hintergrund
offensichtlich fragwürdige Entscheidungsstrukturen zu benützen
und letztlich politisch und wissenschaftlich unverantwortliche Entscheidungen
herbeizuführen, die zu einer medizinischen Zwangsbehandlung von
rund 300 Millionen Menschen mit hochgiftigen, gegen Karies unwirksamen,
aber keineswegs nebenwirkungsfreien Fluorchemikalien, geführt
haben. Und es ist bestürzend, mit welcher ungeheuren Trägheit
dieses Entscheidungssystem versucht, seine Fehlentscheidung —
die Fluoridierung als Fehlleistung der präventiven Medizin —
aufrecht zu erhalten.
Das Entscheidungssystem dreht sich im Kreis: Zuerst wurden vorwiegend
von zahnärztlichen "Experten" und "Autoritäten"
grob fehlerhafte Studien und Experimente produziert und daraus falsche
Schlüsse über die angebliche Wirksamkeit und Unschädlichkeit
der Fluoride gezogen. Dann stützten sich andere "Autoritäten"
und wirtschaftliche Interessengruppen auf diese in "massgeblichen
und anerkannten " Zeitschriften und Organen (z. B. des US-Gesundheitsdienstes)
publizierten Arbeiten und gaben selbst "Empfehlungen" heraus,
bzw. berieten die Regierungen und politischen Instanzen in diesem
Sinne, förderten unterstützende Autoren und Arbeiten und
opponierten gegen die Kritik. Schliesslich wurden meist die gleichen
"anerkannten Fluor-Experten" in internationale Gremien wie
z. B. die Weltgesundheitsorganisation entsandt. Die Delegierten der
WHO stützten sich auf deren Empfehlungen und beschlossen ihrerseits
Resolutionen zur Befürwortung der Fluoridierung. Damit hatte
diese dubiose Massenmedikation und Zwangsbeglückung hunderter
Millionen Menschen mit hochtoxischen Fluor-Chemikalien gewissermassen
den "Segen von oben". Alle Kritik wurde in der Folge auf
den unteren Ebenen, die im Grunde diese wissenschaftlich nicht gedeckten
Empfehlungen zur Fluoridierung selbst herbeigeführt hatten, unter
Hinweis auf die WHO, den Europarat, den US-Public Health Service,
usw. abgeblockt. Die WHO wiederum, an die ich mich vor ein paar Jahren
direkt wandte, behauptete, sie sei nur das "Sekretariat der Mitgliedsländer"
und an deren Beschlüsse gebunden. Damit beginnt die Sache wieder
von vorn und jeder schiebt die Verantwortung auf den "nächst
Höheren" ab. Den Experten aber, die die im Grunde falschen
und wissenschaftlich nicht stichhaltigen Gutachten erstellt haben,
fehlt der Mut des Eingeständnisses. Das Opfer dieser Denk- und
Entscheidungsstrukturen ist letztlich die Bevölkerung. Es ist
klar, wo hier anzusetzen ist, um diese unhaltbaren und Millionen Menschen
praktisch "vergewaltigenden" Zustände zu ändern.
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