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Kritik an Entscheidungsstrukturen - am Beispiel "Fluor-Prophylaxe"

Soziale Medizin 16, Nr.12/1989 / aktualisiert im Oktober 2007

Rudolf Ziegelbecker
Kritik an Entscheidungsstrukturen im Gesundheitswesen. (Eine Diskussion am Beispiel "Fluor-Prophylaxe")#
Soziale Medizin (SMZ) 16, Nr.12/89, 1989, S. 16-23

# Die Schweiz. Zahnärztegesellschaft (SSO) hat sich geweigert, an einer Diskussion mit Rudolf Ziegelbecker teilzunehmen. Offenbar hat er etwas zu sagen, was ihr gar nicht paßt. Hier seine Argumente:   (Redaktion SMZ)

1  . . . .

2  Das Problem der Fluor-Prophylaxe:

In diesem Abschnitt werden eine Reihe wichtiger authentischer Fluoridierungs-Experimente und Studien und die Kritik daran besprochen. Zusammenfassend ergibt sich aus den Analysen umfangreicher offizieller Daten, dass die Massenmedikation mit Fluoriden einerseits gegen Zahnkaries wirkungslos ist, andererseits aber bedenkliche und nicht zu übersehende toxische Nebenwirkungen entfaltet.

Macht und Inkompetenz der "Kompetenten" — Kritik am Entscheidungssystem:

Es ist bestürzend, wie es einer kleinen fanatisierten zahnärztlichen Fluor-Lobby gelingen konnte, ohne fundierten wissenschaftlichen Hintergrund offensichtlich fragwürdige Entscheidungsstrukturen zu benützen und letztlich politisch und wissenschaftlich unverantwortliche Entscheidungen herbeizuführen, die zu einer medizinischen Zwangsbehandlung von rund 300 Millionen Menschen mit hochgiftigen, gegen Karies unwirksamen, aber keineswegs nebenwirkungsfreien Fluorchemikalien, geführt haben. Und es ist bestürzend, mit welcher ungeheuren Trägheit dieses Entscheidungssystem versucht, seine Fehlentscheidung — die Fluoridierung als Fehlleistung der präventiven Medizin — aufrecht zu erhalten.

Das Entscheidungssystem dreht sich im Kreis: Zuerst wurden vorwiegend von zahnärztlichen "Experten" und "Autoritäten" grob fehlerhafte Studien und Experimente produziert und daraus falsche Schlüsse über die angebliche Wirksamkeit und Unschädlichkeit der Fluoride gezogen. Dann stützten sich andere "Autoritäten" und wirtschaftliche Interessengruppen auf diese in "massgeblichen und anerkannten " Zeitschriften und Organen (z. B. des US-Gesundheitsdienstes) publizierten Arbeiten und gaben selbst "Empfehlungen" heraus, bzw. berieten die Regierungen und politischen Instanzen in diesem Sinne, förderten unterstützende Autoren und Arbeiten und opponierten gegen die Kritik. Schliesslich wurden meist die gleichen "anerkannten Fluor-Experten" in internationale Gremien wie z. B. die Weltgesundheitsorganisation entsandt. Die Delegierten der WHO stützten sich auf deren Empfehlungen und beschlossen ihrerseits Resolutionen zur Befürwortung der Fluoridierung. Damit hatte diese dubiose Massenmedikation und Zwangsbeglückung hunderter Millionen Menschen mit hochtoxischen Fluor-Chemikalien gewissermassen den "Segen von oben". Alle Kritik wurde in der Folge auf den unteren Ebenen, die im Grunde diese wissenschaftlich nicht gedeckten Empfehlungen zur Fluoridierung selbst herbeigeführt hatten, unter Hinweis auf die WHO, den Europarat, den US-Public Health Service, usw. abgeblockt. Die WHO wiederum, an die ich mich vor ein paar Jahren direkt wandte, behauptete, sie sei nur das "Sekretariat der Mitgliedsländer" und an deren Beschlüsse gebunden. Damit beginnt die Sache wieder von vorn und jeder schiebt die Verantwortung auf den "nächst Höheren" ab. Den Experten aber, die die im Grunde falschen und wissenschaftlich nicht stichhaltigen Gutachten erstellt haben, fehlt der Mut des Eingeständnisses. Das Opfer dieser Denk- und Entscheidungsstrukturen ist letztlich die Bevölkerung. Es ist klar, wo hier anzusetzen ist, um diese unhaltbaren und Millionen Menschen praktisch "vergewaltigenden" Zustände zu ändern.