| Der Vertreter des Regierungspräsidiums
in Karlsruhe, Dr. KELLER, im Vorgespräch zum Panel vom 26. März
1987 „Rettet uns der Katastrophenschutz?“:
„Je nach Art eines Chemie-Unfalles
müssen wir die Weisung geben: Flieht in die Keller - oder flieht
in die oberen Stockwerke!“
Daran hatte ich im Sommer 1987 einige eher zynische Überlegungen
geknüpft:
Die meisten gasförmigen Gifte sind schwerer als Luft und sinken
darum zu Boden. Hätten die Menschen in Bhopal in oberen Gemächern
von Hochbauten Zuflucht nehmen können, wären sie glimpflich
davongekommen. So werden auch wir dereinst gut davonkommen, wenn wir
gasdichte Schutzräume nicht nur unten im Keller, sondern auch
in oberen Etagen haben – und, wenn wir gegebenenfalls genau
rechtzeitig (d.h. vorzeitig, vor der Ankunft der Giftwolke) den für
unseren Wohn-, oder Arbeits- oder Freizeitstandort gültigen Stand
der Bedrohung von Seiten der Betreiber oder Katastrophenstäbe
erfahren.
So einfach ist das. Zunächst also ein Bautenprogramm (zum Nutzen
der Unternehmerschaft) über viele Jahre: Schutzräume oben
in bestehende und in neue Häuser; Neubauten müssen mindestens
drei Stockwerke hoch sein. KK
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