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Chemie-Unfall

1987, nach den grossen Unfällen (aktualisiert am 12. Juli 2005)

Der Vertreter des Regierungspräsidiums in Karlsruhe, Dr. KELLER, im Vorgespräch zum Panel vom 26. März 1987 „Rettet uns der Katastrophenschutz?“:

„Je nach Art eines Chemie-Unfalles müssen wir die Weisung geben: Flieht in die Keller - oder flieht in die oberen Stockwerke!“

Daran hatte ich im Sommer 1987 einige eher zynische Überlegungen geknüpft:

Die meisten gasförmigen Gifte sind schwerer als Luft und sinken darum zu Boden. Hätten die Menschen in Bhopal in oberen Gemächern von Hochbauten Zuflucht nehmen können, wären sie glimpflich davongekommen. So werden auch wir dereinst gut davonkommen, wenn wir gasdichte Schutzräume nicht nur unten im Keller, sondern auch in oberen Etagen haben – und, wenn wir gegebenenfalls genau rechtzeitig (d.h. vorzeitig, vor der Ankunft der Giftwolke) den für unseren Wohn-, oder Arbeits- oder Freizeitstandort gültigen Stand der Bedrohung von Seiten der Betreiber oder Katastrophenstäbe erfahren.
So einfach ist das. Zunächst also ein Bautenprogramm (zum Nutzen der Unternehmerschaft) über viele Jahre: Schutzräume oben in bestehende und in neue Häuser; Neubauten müssen mindestens drei Stockwerke hoch sein. KK